200405 Corona Elternbrief

200405 Corona Elternbrief

Liebe Eltern,

Wieder ist eine Woche im Homeschooling oder besser gesagt in der Fernbeschulung vorbei.

Wieder haben Ihnen die Lehrerinnen und Lehrer der KSH Materialien und Aufgaben über den digitalen Weg zukommen lassen.

Wieder ist es Ihnen gelungen Ihre Kinder zu Hause zu betreuen. In dieser Woche waren an drei Tagen keine Kinder in der Schule. 

Wieder macht es deutlich, Sie haben erkannt was in dieser Krise wichtig ist. 

Wieder haben Sie sich, in dieser Woche, für unsere Gesellschaft eingesetzt. 

Wieder möchten wir uns bei Ihnen für diese grandiose Unterstützung bedanken. Sie könne stolz auf das sein, was sie in den letzten Wochen geleistet haben.

Uns ist bewusst, unter welchen schwierigen Bedingungen dies alles geleistet werden muss. Daher ist es uns wichtig zu betonen, dass der häusliche Frieden wichtiger ist als Schule. Den sollte man unter allen Umständen bewahren. Wenn einer anfängt zu schreien oder in Tränen ausbricht, hat keiner gewonnen. Da wir momentan alle quasi in unseren vier Wänden gefangen sind, ist es umso wichtiger, zusätzlichen Stress zu vermeiden. Tief durchatmen wirkt manchmal Wunder, denn jeder von uns hat mal einen schlechten Tag.

Außerdem möchten wir nochmals auf unsere Hashtags #kshbleibtzuhause und #kshlerntzuhause auf Instagram aufmerksam machen. Sollten Sie oder Ihr Kind einen Instagram-Account haben, haben sie damit die Möglichkeit mit anderen in Kontakt zu bleiben. So stellen Sie vielleicht auch fest, ich bin nicht alleine. Bitte verstehen Sie dies nicht als Aufforderung sich bei Instagram anzumelden. Uns sind die Gefahren dieses Mediums sehr wohl bewusst!

Sicher haben Ihnen unsere Kolleginnen und Kollegen vielfältige Hilfen angeboten, die Ihnen in dieser Situation helfen können. Manchmal benötigen Sie aber mehr als Tipps. Daher hier zwei besondere Angebote unserer Schule:

Schulpastoral

Unser Schulpastoralteam bietet ihnen ein „Gesprächsangebot“ an. Lesen Sie dazu bitte den angehängten Brief. 

Frau Masur (birgit.masur@katholischeschuleharburg.de)

Frau von Dahl (svenja.vondarl@katholischeschuleharburg.de

Schulsozialarbeit

Weiterhin steht Ihnen unsere Beratungsteam zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht, mit den Kolleginnen und Kollegen direkt Kontakt aufzunehmen. 

Frau Düster (duester@invia-hamburg.de)

Frau Ballhausen (nicola.ballhausen@katholischeschuleharburg.de)

Frau Schumann (kirsten.schumann@katholischeschuleharburg.de)

Frau Thies (barbara.thies@katholischeschuleharburg.de)

Herr Heid (stefan.heid@katholischeschuleharburg.de

Herr dos Santos (filipe.dossantos@katholischeschuleharburg.de)

Hier noch sechs Tipps, die Sie vielleicht aber auch schon von anderer Seit erhalten haben, doch lieber einmal zu viel:

  • Struktur ist das A und O

Ihre Kinder sind es gewöhnt, in der Schule nach einem vorgegebenen Stundenplan unterrichtet zu werden. Erstellen Sie deshalb gemeinsam mit Ihren Kindern einen Stundenplan und platziere ihn bei Bedarf an einem sichtbaren Ort, z.B. dem Kühlschrank. Der Tag sollte in Lernzeiten aufgeteilt werden. Ganz wichtig ist es, Mahlzeiten, Pausen, kreative Aktivitäten und vor allem Bewegungspausen einzuplanen. Wenn der Tag problemlos verläuft und vor allem die Lernzeiten effektiv genutzt wurden, kann man sich eine kleine Belohnung überlegen.

  • Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Keiner von uns mag es, wenn uns jemand ständig im Nacken sitzt und uns kontrolliert. Schenken Sie Ihrem Kind das nötige Vertrauen und denken Sie daran – auch Fehler sind erlaubt. Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, die Aufgaben in Ruhe zu erledigen. Diese können dann zum Schluss auf eine wertschätzende Art und Weise kontrolliert werden. Zuhause gibt es zudem keine Wartezeiten.

  • Seien Sie realistisch

Setzen Sie die Ziele nicht zu hoch. Es ist nicht realistisch anzunehmen, dass man als Elternteil 6 Stunden am Stück unterrichten kann. Die Lernumgebung zu Hause ist eine völlig andere! Auch Partnerarbeit, welche den Lernprozess beschleunigen kann, ist in den eigenen vier Wänden nicht möglich. Dazu kommt, dass viele von Ihnen jetzt von zuhause aus arbeiten müssen und gar keine Zeit haben, den Lernprozess ihrer Kinder den ganzen Tag lang zu überwachen. Weniger ist da manchmal mehr.

  • Bleiben Sie geduldig und nehmen es nicht persönlich

Wer zuhause seine Kinder unterstützt, sollte sich bewusst sein, dass Fehler unvermeidbar sind. Lehrerinnen und Lehrer müssen ein Thema auch manchmal öfter erklären, als es ihnen lieb ist, in der Hoffnung, dass es die meisten Schülerinnen und Schüler verstanden haben. Man sollte es also nicht persönlich nehmen, wenn Fehler passieren, da dies beim Üben Normalität ist. Wenn Sie sehen, dass Ihr Kind die Erklärung nicht verstanden hat, bleiben Sie geduldig und versuchen es nochmal.

  • Machen Sie Purzelbäume im Wohnzimmer ϑ

Vor allem bei der Konzentration der Kinder spielt Bewegung eine wichtige Rolle. Wenn auch nicht alle einen Garten haben, sollte sichergestellt werden, dass die Kinder sich täglich bewegen. Tanzvideos, Workouts, Yoga-Übungen für Familien, man kann auch kleine Gleichgewichts- oder Purzelbaum-Wettbewerbe im Wohnzimmer veranstalten.

  • Kontakt zu Freunden ist wichtig

Kinder sind momentan konstant von der Familie umgeben und wissen nicht, wann sie wieder das Klassenzimmer betreten und endlich ihre Mitschülerinnen sehen werden, was extrem stressig für sie sein kann. Daher ist es von großer Bedeutung, dass sie den Kontakt zu Freundinnen und Freunden nicht verlieren. Nutzen Sie die Möglichkeiten die WhatsApp, Telegram, Skype, Instagram oder ähnliche Apps anbieten, aber auch das einfache Telefongespräch kann Wunder vollbringen. Eine besonders große Freude kann aber auch ein handgeschriebener Brief machen. 

Wir hoffen, dass ihnen diese Fernbeschulungs-Tipps helfen, den Alltag besser zu meistern. Es braucht einige Zeit, bis man sich an die neuen Herausforderungen gewöhnt und einen gemeinsamen Tagesrhythmus findet. Haben Sie deshalb Verständnis, wenn nicht alles von Anfang an wie gewünscht klappt. Wir müssen jetzt alle zusammenhalten, die Ruhe bewahren und an einem Strang ziehen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Karwoche.

Herzliche Grüße und halten Sie durch

Michael Stüper